SchuldSachen - Wie wir unser Schuld-Denken umdrehen können

SchuldSachen

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…weil es bei Schuld um (Selbst-)Ermächtigung geht…

Heute drehe ich einmal alles um, das Denken, das Video und der Podcast mitten im Text und dann noch eine Einladung unten dran – sag mir, wie es Dir gefällt :-)!

Nein, es fühlt sich nicht locker-flockig an – das Thema „Schuld“ und gleichzeitig wollen wir doch locker-flockig. Also was tun!?!
Hinschauen und immer bewusster werden.
Damit wir lernen bewusst zu reagieren, wenn „Schuld über uns hereinbricht“.
Das tut sie nämlich.
Plötzlich steht sie da und sagt „Du bist schuld!“ oder „Ich bin schuld!“ oder „Die Umstände sind schuld!“ oder „Die sind schuld!“ oder noch gefinkelter „Wer ist schuld!?!?!

Hier zum Anhören:

Am besten kenn ich persönlich die „Ich bin Schuld“-Sache. Und ich weiß ganz genau, wie es mich hemmt, wenn ich in diesem Gedankenstrudel drinnen bin.
Mich hemmt, ganz da zu bleiben, von Herzen, echt und lebendig.
Denn dann fahre ich alle möglichen Schutzmechanismen auf: von Flucht über Angriff und Erstarrung – alles schon erlebt.
Und weil ich diesen Schmerz so gut kenne, nicht so zu reagieren, wie ich das eigentlich möchte – mich machtlos zu fühlen, klein und falsch – darum weiß ich auch wie gefährlich diese Schuld.Gedanken sind.

5 SchuldSachen zum SelbsterMÄCHTIGen

Für mich gibt es ein paar Ideen-Punkte, die mich darin unterstützen auszubrechen und ANDERS ZU DENKEN. Denn ich kann entscheiden, welchen Gedanken ich glauben schenken möchte! Das ist meine innere FREIHEIT!

    1. Schuld im Innen UND Schuld im Außen suchen = Macht abgeben

Was mich dazu bringt, mich zu fragen, was kann ich tun, um mich selbst zu ermächtigen, meine Möglichkeiten wahrzunehmen? Und was kann ich tun, um die Macht und Möglichkeiten meines Gegenübers anzuerkennen!?

    2. Es gibt so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt auf der Welt und noch mehr

(weil wir in uns auch schon oft mehrere Wahrheiten haben).
Jeder Mensch gibt Ideen, Sachen, Ereignissen,… eine eigene Bedeutung. Und meine Wahrheit ist nicht wahrer als Deine und Deine Wahrheit ist nicht wahrer als meine. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Alles ist.

    3. Schuld = Trennung

Wenn ich im Schuld-Denken bin, bin ich getrennt von mir und von meinem Gegenüber und von der Welt. Ich bin in meinen Gedanken.

    4. Bedürfnisse bringen Verbindung

Um in Kontakt zu kommen, mit dem Grund der Sache, begebe ich mich auf die Suche nach den (un-)erfüllten Bedürfnissen.
(Hier kannst Du Dir gerne unsere
Bedürfnisliste holen, um Dich inspirieren zu lassen)

    5. Es ist IMMER der richtige Zeitpunkt

…,um diesen Prozess zu starten und das Schuld-Denken loszulassen. Jeder Moment ist eine Chance für (Selbst-)Liebe (ui wie kitschig, aber wahr und wichtig, weil wir oft denken, es ist zu spät)

und wie immer: kleine Schritte, kleine Schritte…

Schreib mir 1 SACHE, die Du Dir mitnimmst aus den Schuld.Sachen! Das Thema liegt mir sehr sehr am Herzen und ich bin furchtbar neugierig, wie es Dich beschäftigt und ob es Dich beschäftigt…

Ich wünsch Dir eine fantastisch inspirierte Zeit! Bis baldestens!

Big LOVE

Unterschrift

 

UND HIER NOCH DIE VERSPROCHENE EINLADUNG
Lust, es sein zu lassen, anders zu reagieren, als Du eigentlich möchtest, weil Deine Gefühle außer Kontrolle geraten?
Laune, aufzuhören, Dich zu verstecken, sondern echtmutig zu tun, was Du wirklich willst!?!
KOMM zu unseren 4 kostenfreien echtmutig: kleine Schritte-Live-Sessions
Wir starten am 6. März!

19 thoughts on “SchuldSachen

  1. Ich nehme mir mit: wenn der Schuldstrudel losgeht (oooh-ja – der tritt v.a. dann auf wenn Bedürfnisse (zB im selben Haushalt) kollidieren (zB Bedü nach Erholung in harmonischer/geordneter Umgebung „vs.“ nach (unstrukturiertem) Werkeln), also WENN,
    dann Herz öffnen und umsteigen auf
    – was kann ich, was können wir tun
    – was dient unserer Verbindung
    tja…wenns so leicht wär. Aber wir üben ja schon. zB im echtmutig-Kurs. bin ich froh.

    Bin auch betroffen, dass dein einer Satz zu deinen Kindheitssonntagen so viel Beklemmung in Menschen wachruft. Ich fühl mich beschenkt, es an Sonntagen ganz anders erleben zu dürfen.
    Das kollektiv-verordnete „Jetzt hinschaun auf deine Schuld“ wurde (und wird wahrscheinlich mancherorts noch immer) gewiss missbräuchlich eingesetzt oder falsch verstanden und benutzt. Wie zutiefst bedauernswert, dass Institutionen wie die Kirche, ihr Potential zur Inspiration, zur Stiftung von Verantwortung und Güte, über so weite Strecken verfehlen.
    Dabei ist ja auch dein Kurs, die GFK,… eine Übung im Hinschaun! Und dann: dem Wahrgenommenen mit Güte begegnen, willkommen heißen. nicht? Und fühlt sich’s – auch wenn es zunächst in unserer Macht, in unserer Verantwortung, in unserem Entschluss liegt, uns zum Hinschaun, zum Üben, zum Fühlen zu bewegen – fühlt sich’s nicht wie „Gnade“ an, wenn es gelingt? für dich? für euch? für mich schon.

    In diesem Sinn VERSTEIG ich mich jetzt zum dem Satz: In dir und deinen Aufrufen zur Liebe und den Hilfen zum ‚Erleben der Gnade‘ begegnet mir – wenn ichs heute mal so sehen will –
    Jesus: Gott auf Erden und unter den Menschen, und
    Christus: Gott in allem Sein, im Jetzt und i Ewigkeit…
    oder wie auch immer die Religionen und Menschen der Welt diese Wirklichkeit zu benennen und zu ehren versuchen. (hoppla. wie fremd, so zu schreiben. Die religiöse ‚Mutter’sprache, mit der wir noch aufgewachsen sind, ist unserer Generation verschlossen; wie Ingeborg Bachmann ihre Muttersprache; nach deren Verunstaltung durch die Nationalsozialisten.)

    „Liebe wünsch ich uns,
    Liebe die dich atmen lässt,
    weit, wo dir die Weite fehlt,
    tief, wo dir die Tiefe fehlt,
    so wird Segen wahr…
    Frieden wünsch ich uns,
    Frieden der dich lieben lässt,

    so wird Segen wahr“

  2. Liebe Cori,
    ich nehme viel mehr als nur eine Sache aus deinem tollen Video mit! Was in mir die größte Erkenntnis ausgelöst hat, war dein Satz, dass „Wer hat Schuld?“ eine (sehr geläufige) Art zu denken ist. Und dass wir selbst entscheiden können, anders zu denken.

    Und noch eine tolle Erkenntnis: „Es gibt keine Schuld!“

    Hmmm. Wow! Obwohl (oder vielleicht gerade deshalb weil) ich mich auch schon seit längerem mit „meiner Schuld“ auseinandersetze, sind diese Erkenntnisse sehr spannend und lehrreich für mich. Ich kann die Tiefe dieser Aussagen gut nachvollziehen…

    Auch ich bin sehr katholisch erzogen worden und war zu oft gegen meinen Willen in der Kirche. Ich habe viele schuld-auslösende Sätze gehört, das macht mich sehr traurig und betroffen.
    Erst jetzt realisiere ich immer mehr, dass ein großer Teil meiner Motivation in meiner Kindheit und Jugend aus meinem „schlechtem Gewissen“ resultierte (z.B. „Ich muss jetzt endlich lernen. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen. Es ist mein Job! Ich muss das tun. Es wird von mir erwartet.“)

    Durch meine intensivere Beschäftigung mit dem Thema Schuld (und auch Scham) gelingt es mir immer wieder „mich zu freuen, wenn ich mich schuldig fühle“ wie Marshall gesagt hat. Es kann für mich ein Ausgangspunkt zu einer tieferen und lebendigeren Verbindung zu mir sein. Ich kann lernen, wachsen und mich wieder ein Stück besser und näher kennenlernen.

    Vielen vielen Dank für dieses Video! UND: Große Wertschätzung für dein Engagement und deine Ausdauer bei deinen Projekten und Videos! Ich verfolge dein Tun schon eine ganze Weile und schaue mir fast alle deiner Videos an! Ich bewundere deine Ausdauer und Beständigkeit „dran zu bleiben!“ SUPERCOOL

    Alles Alles Liebe!!
    Claus

    1. Wow, Danke Danke lieber Claus!
      Das tut so gut zu lesen! Dein Verstehen, Dein Erkenntnisse und Deine Wertschätzung! JUHUUU!
      Alles Alles Liebe auch zu Dir!
      Wir bleiben dran 😉!

  3. Liebe Cori!

    Ich hatte heute ein Schuld Erlebnis, habe ein Eichhörnchen mit dem Auto überfahren! Schneefahrbahn, ich habe viel zu spät gedanklich reagiert, überlegt, ob ich noch bremsen soll, war schon sehr nahe und und habe mich dann aufgrund meiner schlechten fahrkenntnisse nicht getraut zu bremsen, Tja und war ziemlich traurig und hab mich schon schuldig gefühlt. Was sagst du dazu?
    Ich stell bei mir fest, dort wo schuld auftaucht, ist oft angst vor Wertverlust, also kein wertvoller Mensch mehr zu sein, weil ich einen Fehler gemacht habe. Das steht oft hinter meiner Schuld.
    Ich habe heute einen Krabbelgottesdienst mit meiner Pfarrersfrau Marianne vorbereitet und hab Mut als Thema vorgeschlagen – über den eigenen Schatten springen – kann ja keiner- die Schatten oder Fehler machen uns erst zum Menschen oder wie du schön sagst, die in uns schlummernden Bedürfnisse wollen wach gekitzelt werden, aber welche waren es im Falle des Eichhörnchens??? Bedürfnis nach Sicherheit??? Sei umarmt und herzlichen Dank für deine Inspiration, Kili

    1. Liebe Kili! Schau mal, wo die Traurigkeit (und vielleicht zuerst auch der Schock) sitzt in Deinem Körper und fühl Dich sacht hinein. Gib Dir Zeit!
      Und dann kannst Du schauen welche Bedürfnisse erfüllt und unerfüllt waren/sind. Und schau, wie sich die Bedürfnisse anfühlen – wenn sich Dein Gefühl ändert und es ins Fließen kommt, bist Du am Weg.
      Sicherheit, zum Leben beitragen, Schutz, Vertrauen, Liebe… Schau was kommt.
      Und dann kannst Du Dir überlegen, wie Du diese Bedürfnisse erfüllen kannst.
      Und ja, genau, über den Schatten springen geht ja gar nicht – wie wahr wie wahr – schon wieder so ein Spruch, der uns lange begleitet. Spannend!
      Voll alles Liebe und schreib, wenn Du magst, was bei Dir ankommt

  4. Liebe Cori,
    DANKE für deine immer wieder tollen Inspirationen.
    Wir haben viel gemeinsam – was die Kindheit in der Kirche betrifft 😳😳😳 ich fühlte und fühle mich so oft schuldig für „Sachen“ die mit mir ganz wenig zu tun haben (hatten) und jetzt durch dieses Video ist mir klar geworden, dass ich dadurch viel zu oft in Gedanken war, mit mir beschäftigt war (was kann ich besser machen bzw. ändern) und dabei vergessen habe, das Gegenüber und deren Bedürfnisse zu sehen.
    Ich werde wieder mehr Gedanken auf die Bedürfnisse lenken.
    Ein angenehmer Gedanke….

  5. ein riesenthema! ich nehm jetzt mal mit: es gibt keine schuld! und geh damit die nächsten wochen spazieren…
    und: ich find das echt gut, cori, dass du dich diesen thema auf deine dir eigene schöne art annäherst… wünsch mir mehr davon!

  6. Liebe Cori,ich habe eine für mich herausfordernde Situation im Geschäft
    und ich dachte da ich die Vorgesetzte bin „ich bin Schuld.“
    Meine Gedanken (Wenn ich eine gute Chefin wäre ,wäre die Qualität der Arbeit besser)
    Nun höre ich in Deiner Miniinspiration den Satz
    das dies eine Überschätzung des Egos ist👍😊
    Das hat mich sehr angesprochen und mir sehr gut getan ,da ich mich mit diesem Gedanken überfordere,ich frustriert bin und erschöpft.
    Vielen Dank für deine Inspiration 🙏 das Gespräch mit meinen Mitarbeitern werde ich nun in einer anderen Haltung führen ❤️

  7. Danke für dieses ‚Wort zum Dienstag’🙂 Ja, bin öfter in trennende Hick-Hacks verstrickt, weil jemand was sagt, der andere aber nicht alles hört – und daher ev auch was falsches versteht. Bin erstens für weniger reden, und das Wenige bitte von Angesicht zu Angesicht, mit dem Herzen, nicht aneinander vorbei, dann wird Deine Wahrheit schon eher meine sein – und zweitens bin ich dafür, dass es kein Richtig und Falsch gibt . . .!
    Naja, nicht immer . . aber in diesem Sinne:
    Between right and wrong, there is a space – let me meet you there, oder?

    1. Weniger reden find ich auch gut – da muss ich gleich lachen – hab unlängst erst mit meiner Schwester darüber gesprochen und sie meinte dann, ok, das nächste Mal, wenn wir uns treffen, schauen wir uns nur in die Augen. Bin gespannt, ob wir das wirklich machen 😉
      Und vielleicht auch die Hick-Hacks nicht so ernst nehmen. Und ja bitte treffen wir uns an diesem Ort! Juhui! Danke Angelika!

  8. ….Ein Freund hat meine Sichtweise verändert: statt Schuld suchen, Verantwortung in den Fokus zu nehmen. Hier müssen wir zu unseren Bedürfnissen, Gedanken, Handlungen und Gefühlen stehen…und auf die welt antworten! Das ist ein Moment mit mehr Selbstbewusstsein, bewirkt aufstehen und drückt nicht so runter.

    1. Wow ja, Verantwortung in den Fokus nehmen ist auch voll wichtig in diesem Zusammenhang. Auf die Welt antworten – das finde ich schön! Danke dafür! Ja. Wie wollen wir antworten?!?… Bewusst. Machtvoll. Frei. 💕

  9. Danke, liebe Cori. Ich nehme mir mit, dass Schuld etwas Starres ist, wo Trennung ist. Und dass Tränen Bewegung und Veränderung bringen können. Sehr berührt hat mich auch wie du gesagt hast „den Raum öffnen für Traurigkeit“.
    Ich glaube übrigens, dass Mitleid (nicht Mitgefühl) und Schuld recht verwandt sind, was meinst du?

    1. Oh Danke Kim! 💜 Ich wünsch mir viel mehr Räume für Traurigkeit 🙂
      Wegen Mitleid – spannend – ja vielleicht – meinst Du, dass wir im mitleiden dann in der Machtlosigkeit bleiben, weil eben leidend? Uh, ich merke gerade, Leiden ist wirklich schmerzvoll – anders als Trauern z.B…

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