Bitte-Danke-Brille - AlltagsINSPIRATIONEN

Bitte-Danke-Brille

…weil die Bitte-Danke-Brille aufsetzen unsere Wahrnehmung und die Art und Weise wie wir Reagieren verändern kann…

„Im Grunde sagen die Menschen immer nur eines dieser beiden Worte: Bitte oder Danke.“

– Marshall B. Rosenberg

Heute lade ich Dich ein Veränderung einzuladen. Was für ein doppelt wiederholter Wortsatz ;-)…
Veränderung ist Macht. Wir können uns Selbst-Ermächtigen, indem wir kleine Drehungen und Wendungen und Perspektivenwandel zulassen. Das hat wirklich oft ganz schön große Auswirkungen – auf unser Leben und auf das Leben als Ganzes.
Als ich Marshall’s Aussage gehört hab, dass wir im Grunde immer nur „Bitte“ oder „Danke“ sagen, war das ein ziemliches AHA für mich. Es hat noch einmal die Sicht verstärkt, dass ja alles was wir tun, wir tun, um uns Bedürfnisse zu erfüllen. D.h. wenn ein Bedürfnis nicht erfüllt ist, bitte ich und wenn ein Bedürfnis erfüllt ist, danke ich. Das ist das Geben und Nehmen des Lebens. Hui.

Was passiert, wenn ich mir meine „Bitte-Danke-Brille“ aufsetze?

Wenn ich diese Brille aufsetze, dann nehme ich viele Dinge in mir und um mich herum anders wahr. Ich bin auf einige Perspektiven-Reaktions-Wandel draufgekommen:

1. Es ist ganz schön schwer, die „Bitte“ oder das „Danke“ hinter Worten oder Taten zu hören
Es kommt ganz darauf an, wer spricht und wie gesprochen wird, welche Knöpfe bei mir gedrückt werden und von wem und wie. Dass es für mich schwer ist, die Schönheit hinter dem Gesprochenen und Getanem wahrzunehmen, bedeutet – Juhuu – hier ist ein Lernfeld. Ich stelle mir die Frage: „Was macht es mir so schwer, die Bitte oder das Danke zu hören?“

2. Oft hilft es mir, aktiv zu übersetzen und nachzufragen
Ich frage mich oder mein Gegenüber, ob er/sie/es/ich vielleicht das oder das gerne hätte: ich frage entweder nach dem Bedürfnis oder nach den Schritten. Das hilft mir, mich mit der Absicht zu verbinden. Dann kann ich klarer sein in meiner Antwort und schauen, ob ich bereit bin diese Bitte zu erfüllen oder das Danke wertzuschätzen.

2. Wir haben nicht gelernt WIRKLICH zu bitten und zu danken
Bitten und Danken hat oft einen komischen Beigeschmack von Unterwerfen oder Drüberstellen – was es eigentlich gar nicht ist. Für mich sind es eigenlich zutiefst lebendige Qualitäten, von Trauern-Feiern-kleine Schritte machen und damit uns selbst und andere zu ermächtigen in unsere gestalterischen Kompetenzen zu treten. Also in unsere Kraft zu kommen und uns von Herz zu Herz zu begegnen.

3. Die Bitte-Danke-Brille auszusetzten hilft mir, uns alle in unserer Menschlichkeit wahrzunehmen
Wir sind alle damit beschäftigt zu leben und manchmal auch zu überleben. Wir stellen uns alle die Frage nach den Dingen, die wir brauchen. Was hilft uns dabei, uns durch das Leben zu bewegen und all die Herausforderungen zu bewältigen. Was bringt uns in unsere Kreativität – wie wollen wir unser Leben leben und wen könnten wir was bitten?

Und das Feld ist eröffnet für noch viel mehr Erkenntnisse und Möglichkeiten zu wachsen 🙂

Was nimmst Du Dir mit? Bist Du bereit, die Bitte-Danke-Brille einen Tag aufzusetzen? Was passiert dann in Deinem Leben?

Lass uns Veränderung einladen – Leben ist Veränderung!

ich wünsch Dir eine inspirierte Zeit

Unterschrift

2 thoughts on “Bitte-Danke-Brille

  1. Liebe Cori
    Dein Gedanken zur BITTE-DANKE BRILLE haben mich sehr inspiriert, insbesondere mich selber zu erinnern, dass ich die Übersetzung aktiv angehen kann und mir zugleich Bewusstheit und Unterstützung von meinem Gegenüber wünsche. Ich ärgere mich oft darüber, wenn ich diese unausgesprochenen Bitten und Danksagungen höre und ich mir wünsche, das mir mein Gegenüber die Übersetzung selber sagen könnte. Das ist mir durch deinen Beitrag bewusst geworden: Mein Unwille in jeder Situation die Übersetzerin zu sein. Ich habe mich daran auch erinnert, dass auch ich in bestimmten Situationen den Anderen meine BITTE nicht sagen, sondern ihn raten lasse. Ja das sind alte Muster. Danke für deine klaren Worte.

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