Handflächen Experiment - AlltagsINSPIRATIONEN

Handflächen Experiment

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…zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum…

Auf meiner Handfläche steht seit einigen Wochen „NOT REACT“. Das dient mir als Erinnerung in meiner Schusseligkeit und Unbewusstheit. Ich mag mich nämlich selbst daran erinnern mich mehr zurückzunehmen und mich nicht einzumischen, vor allem bei meinen Kindern und in Situationen, wo ich nicht direkt angesprochen bin.

„Not React“ unterstützt mich dabei sie mehr in ihrer Verantwortung zu lassen und sie in ihrer Selbstbestimmtheit zu stärken, sowie auch meine Verantwortung zu übernehmen für meine Gefühle und Bedürfnisse. Es trägt dazu bei meine Kinder als ganze vollkommene Wesen wahrzunehmen, die in Verbindung mit dem Leben sind. Da möchte ich nicht dazwischenfunken. Nicht zu reagieren macht es außerdem möglich zu Entschleunigen und damit bewusster Entscheidungen zu treffen und bewusster zu handeln.

Für mich ist das echt ein schwieriges und gleichzeitig wertvolles Experiment und bringt mich sehr in Verbindung mit meinen eigenen Geschichten, die ich (mir) erzähle (die nicht unbedingt wahr sind).
Wenn ich also bemerke, dass ich ins Beurteilen der Handlungen meiner Kinder gehe und anfangen möchte zu verteidigen, Seite zu ergreifen, meine Stimme zu erheben… entscheide ich mich zu beobachten, die Situationen und vor allem auch mich. Und manchmal könnte ich fast zerplatzen, so schwierig ist es meinen Mund zu halten, vor allem wenn meine zwei Jungs einen Konflikt haben oder ich nicht konform gehe mit ihren Aussagen und Handlungen. Doch dann gehe ich in den Raum zwischen Reiz (also Auslöser) und Reaktion. Dort verweile ich um zu lernen und zu wachsen und neue Reaktionen zu kreieren…

Schau Dir das Video an und schreib, wie es Dir geht bei dem Gedanken „nicht zu reagieren“ in die Kommentare oder auf facebook!


Danke für Dein Da-Sein!
ich wünsch Dir eine inspirierte Handflächen-Bemalungs-Zeit

Unterschrift

9 thoughts on “Handflächen Experiment

  1. Hello Cori,
    herzlichen Dank für deinen Videobeitrag. Er hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Noch rattert der Kopf…wenn es nicht schon so spät wäre, würde ich mir das Video gleich nochmals ansehen…Doch ein paar Gedanken möchte ich gleich abschicken: Gilt dieses „Nicht Reagieren“ auch bei Kindern unter 2 Jahren? Sprich: wenn z.B. „Sandkistenstreits“ auftreten? Ab wann kann ein Mensch merken bzw. merkt ein Mensch, dass er Selbstverantwortung hat? Ab wann spüren Kinder dies? Hat das Bewusstsein für Selbstverantwortung etwas mit dem allgemeinen Bewusstsein für das Ich zu tun?
    Ich möchte jedenfalls das Experiment „Nicht Reagieren“ weiterverfolgen u. auch selbst versuchen anzuwenden.
    Ganz liebe Abendgrüße
    O

  2. Liebe Cori!
    Ich freue mich jedesmal, wenn „Post“ von dir kommt. Ich bin jemand, der schnell Verantwortung übernimmt obwohl es manchmal gar nicht meine Verantwortung ist. Und dadurch nehme ich den anderen die Möglichkeit, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Ich werde NOT REACT auf meine Hand schreiben und sehen, was passiert.
    Vielen Dank für deine Inspirationen!

    1. Willkommen im Club der Verantwortungsverschiebung 😉 Freu mich auch von Dir zu lesen! Und Danke fürs gemeinsam Lernen! So macht es voll viel mehr Spaß!

    1. Voll gerne! Was bei mir gerade so da ist, wenn ich Dein trauriges Smiley sehe: Konflikte sind echt eine Herausforderung und wahrscheinlich der schnellste Weg, um Beziehungen zu vertiefen, weil wir an die Orte gehen, die uns ganz wichtig sind. Deswegen tut es wohl auch so weh. Ich schick Dir ganz viel Kraft und ganz liebe Grüße

  3. Derzeit habe ich mich gerade selber sehr zurückgenommen, allerdings nicht bewußt und gewollt. Ein mir nahstehender, sehr geliebter Mensch ist gestorben. Meine Trauer ließ mich jetzt öfters aus Alltagsdingen und Situation „ausklinken“. Da habe ich schon gemerkt, dass vieles doch geht auch wenn ich mich nicht einmische oder meinen Senf dazu gebe. Habe es jetzt aber als eher negativ empfunden, da ich gerne der „normale“ Mensch wäre, der sich diesen Alltagsdingen widmet und vieles organisiert und wieder aktiv ist.
    Ich stelle mir das „NOT REACT“ sehr spannend vor, unter der Voraussetzung, dass es nicht durch Trauer gesteuert wäre. Und der Aspekt, dass ich meinem Kind dadurch mehr Verantwortlichkeit übergebe habe ich so noch nie gedacht, finde den Gedanken aber wunderschön. Ich möchte es probieren.

    1. Liebe Brigitte, mein Mitgefühl zum Tod des geliebten Menschen! Ich wünsch Dir feine Räume zum Trauern. Und Danke für Deinen Hinweis, weil ja, die Absicht und Haltung hinter dem „not react“ ist voll wesentlich. Ich freu mich sehr, dass Du mit im Bunde bist! Juhui

  4. Liebe Cori, vielen Dank für dein Video. Da ich gerade sehr angespannt bin und sehr überfordert mit vielem auch mit meinem Kind. Was zur Folge hat, dass ich sehr viel rummotze: jetzt sei doch nicht so laut. Hör auf. es reicht. muss das sein. Und mein Kind immer fordernder dadurch wird und wir in einem Teufelskreis sind von ich zieh mich zurück, er fordert immer mehr. Wir sind gerade bei Freunden im Urlaub. Kommentare kommen wie : er braucht mehr Grenzen. Er ist so anstrengend, Buben sind anstrengender. Das kann ich verstehen dass du überfordert bist, er ist wirklich sehr anstrengend. Und ich mich dazu auch noch für ihn schäme, dass er gerade so laut so intensiv ist. Habe ich bei deinen Worten kurz erkannt ; ) dass er meine Verantwortung ist dass ich überfordert bin, dass er ganz ist und ok wie er ist. Und ich werde mir dont react auch gleich auf die Hand schreiben un schaue was passiert. Vielen Dank*

    1. Oh ja, lass mich wissen wie es Dir ergeht! Es ist auch volle anstrengend, wenn ich mich für alles verantwortlich fühle – z.B. für das Verhalten meiner Kinder und dann komme ich in die Überforderung. Das ist echt ein spannender Kreis, den Du da beschreibst! Habe selbst grad auch ein AHA! Danke 🙂

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